Das Gutshaus

Geschichte
Vor mehr als 700 Jahren, im Jahr 1306, wurde das heimelige Zweedorf im Herzen von Mecklenburg Vorpommern gegründet und auf den fruchtbaren Böden Ackerbau betrieben. Von einer bewegten Vergangenheit zeugen die verschiedenen Namen des Ortes, die er einst trug: Wozcecekendorpe, später Albertsdorpe, Hofenzwedorf und Dorfenzweedorf. Das Gutshaus ist um 1840 errichtet worden. 1945 wurde in der sowjetischen Besatzungszone die Bodenreform verordnet. Es wurden Güter, Dömänen und Bauernstellen, die größer als 100 ha waren, aufgesiedelt und an Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten oder den ehemaligen Angestellten übergeben. Bis dahin war Zweedorf ein Staatsgut, das an einen Domänenpächter verpachtet war. Laut Güteradressbuch aus dem Jahre 1921 umfasste die Domäne Zweedorf 330 ha Ackerland, 30 Pferde. 70 Rinder, 250 Schafe und 30 Schweine.
Der letzte Pächter Carl Natermann hatte die Domäne von seinem Vater übernommen. Es ist überliefert, dass die Domänenpächter ausgezeichnete Landwirte waren. Die Güter dagegen wurden von Inspektoren bewirtschaftet. Der Gutsherr war für den gesamten Betrieb damit ziemlich überflüssig. Im September 1945 mussten Herr Natermann und seine Familie das Gutshaus räumen. Sie verließen die DDR ein paar Jahre später Richtung BRD.
Umbau und Modernisierung
Danach befand sich das Gutshaus in Staatshand und wurde 2003 zur Auktion freigegeben, bei welcher Uwe Thoben es, damals noch gemeinschaftlich mit Bärbel Raabe und Steffen Raabe ersteigerte. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits mit einigen lustigen Persönlichkeiten bewohnt, von welchen uns die Allerbesten bis heute wacker die Treue halten.
Nach dem Kauf wurden die ersten Jahre alle Schulferien und freie Wochenenden genutzt um Drainagen zu buddeln, Müll zu karren, Tapete zu kratzen und Erde zu schaufeln. Die Neubedeckung des Daches war eines der ersten großen Streiche, welcher mit staatlicher Förderung realisierbar wurde.
Genutzt wurde das Gutshaus in dieser Zeit vor allem als paradiesischer Wohnort für unterschiedliche Menschen. Insbesondere bot über längere Zeit eine Erziehungsstelle Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf ein Zuhause.
Im Laufe der Jahre kamen dann nach und nach die Weiteren Besonderheiten des Hauses und des Grundstücks hinzu, beispielsweise die Ferienwohnungen.

